Unsere Tipps für eine erfolgreiche Brut

Damit Ihre Bruteier optimal starten können, sollten diese nach dem Erhalt vorsichtig ausgepackt und zunächst 12–24 Stunden bei Raumtemperatur ruhen gelassen werden.
Lagern Sie die Eier in dieser Zeit mit der spitzen Seite nach unten, damit sie sich nach dem Transport stabilisieren können.

Schalten Sie den Brüter idealerweise bereits 24 Stunden vor dem Einlegen ein. So haben Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausreichend Zeit, sich konstant einzupendeln und eine stabile Umgebung zu schaffen.


Empfohlene Brutparameter

  • Temperatur (Umluftbrüter): 37,5 °C
  • Luftfeuchtigkeit (Startphase): 45–55 %

Während der Brut sollten die Eier regelmäßig gewendet werden (mindestens 3–5 Mal täglich), sofern Ihr Brutautomat dies nicht automatisch übernimmt. Das sorgt für eine gleichmäßige Entwicklung der Embryonen.


Schlupfphase (Tag 14–18)

Ab dem 14. Tag beginnt die Schlupfphase. Ab diesem Zeitpunkt werden die Eier nicht mehr gewendet.

In dieser Phase gilt:

  • Luftfeuchtigkeit erhöhen auf 75–85 %
  • Brüter möglichst geschlossen halten

Gerade in dieser Phase reagieren die Eier empfindlich auf Schwankungen. Ein häufiges Öffnen kann die Luftfeuchtigkeit schnell senken, wodurch die Eihaut austrocknen kann.

Mit stabilen Bedingungen und etwas Geduld schaffen Sie die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schlupf, der in der Regel zwischen Tag 16 und 18 erfolgt.


Tipps zur Kükenaufzucht

Nach dem Schlupf sollten die Küken zunächst im Brüter trocknen. In den ersten 24–48 Stunden benötigen sie kein Futter, da sie vom Dottersack zehren.

Auch hier gilt: Öffnen Sie den Brüter möglichst wenig, solange noch weitere Küken schlüpfen.

Sobald die Küken vollständig trocken und aktiv sind, können sie in eine vorgewärmte Aufzuchtbox umgesetzt werden.


Optimale Startbedingungen

  • Anfangstemperatur: 35–37 °C, anschließend täglich etwa 1 °C senken
  • Frisches Wasser in einer flachen, sicheren Tränke
  • Hochwertiges Aufzuchtfutter mit 24–28 % Protein

Normales Wachtelstarterfutter reicht oft nicht aus und sollte bei Bedarf ergänzt werden.


Wichtige Praxistipps

Ein rutschfester Untergrund, beispielsweise Küchenpapier in den ersten Tagen, hilft dabei, Fehlstellungen der Beine zu vermeiden. Später wurden sehr gute Erfahrungen mit Buchenhack gemacht.

Sehr feines Einstreu wie Sand oder Strohmehl sollte in den ersten Tagen vermieden werden. Küken können dieses leicht mit Futter verwechseln, da ihr Fressverhalten noch nicht vollständig ausgeprägt ist. Im schlimmsten Fall kann dies lebensbedrohlich werden.

Achten Sie insgesamt auf eher grobes Einstreu oder nutzen Sie zunächst Küchenpapier als sichere Grundlage.

Beobachten Sie das Verhalten der Küken genau: Drängen sie sich unter die Wärmequelle, ist es zu kalt. Meiden sie die Wärmequelle, ist es zu warm.

Sauberkeit ist besonders wichtig, da Küken in den ersten Lebenstagen sehr anfällig für Krankheitserreger sind.


Wärmequelle

Wärmelampen haben sich in der Praxis als besonders zuverlässig erwiesen. Wärmeplatten funktionieren grundsätzlich ebenfalls, werden jedoch nicht von allen Küken gleichermaßen angenommen.


Zum Schluss

Geben Sie den Küken ausreichend Zeit, sich einzugewöhnen, und vermeiden Sie unnötigen Stress in den ersten Tagen. Unter ruhigen und stabilen Bedingungen entwickeln sich die Tiere in der Regel am besten.